Donnerstag, 22.1.: Mit Gottes Segen in den Kurgelregen? – Kundgebung gegen den Soldatengottestdienst

Wann und Wo? Domplatte, 8 Uhr bis 11 Uhr

soldatengottesdienst 2026

Botschaft von Papst Franziskus zum Weltfriedenstag 2025 war:

„Tatsächlich stellt dieser Krieg in der Ukraine, zusammen mit all den anderen Konflikten rund um den Globus, eine Niederlage dar und nicht nur für die direkt beteiligten Parteien.“ Zugleich verurteilte er die Geschäfte der Rüstungsindustrie. Nein zum Krieg zu sagen, bedeute: Nein zur Logik des Krieges und zu Waffen zu sagen. In der aktuellen Weltlage vermissen wir solch klare Aussagen des Papstes und der Bischöfe.

Kardinal Woelki predigt, wie jedes Jahr, im Soldatengottesdienst im Kölner Dom. Menschen werden in ihrer Funktion als Soldaten gesegnet. Das ist das Gegenteil vom Nein zum Krieg. Hier wird der Krieg zur gesellschaftlichen Normalität gemacht.

Im Lauf des letzten Jahres haben die Barbarei der Kriege unter Missachtung des Menschen- und des humanitären Völkerrechts und die Militarisierung des Lebens in Deutschland dramatisch zugenommen. Durch die geplante Stationierung US-amerikanischer Erstschlagwaffen in diesem Jahr erhöht sich zudem das Risiko einer nuklearen Konfrontation in Europa, da sie die Illusion schüren, ein Atomkrieg könne gewonnen werden.

Herr Pistorius gibt sich als Kriegsminister und fordert Kriegstüchtigkeit nicht nur von der Bundeswehr, sondern von der ganzen zivilen Gesellschaft. Geld, das in diese massive Militarisierung gesteckt wird, steht den Bereichen, die dem Leben und der Zukunft der Menschen dienen, nicht mehr zur Verfügung. Soziale Aufgaben, Umweltschutz, Bildung, Kultur, Gesundheit und vieles mehr fallen dem Rotstift zum Opfer. Den Menschen mit geringem Einkommen fehlt es schon an der Möglichkeit, ihre Grundbedürfnisse zu decken. Wohnen, Heizen oder Essen wird für manche unbezahlbar.

Wir versammeln uns vor dem Dom, um gegen kirchliche Unterstützung von Aufrüstungswahn und Abschreckungsideologie aufzustehen. In 2024 sagte Papst Franziskus anlässlich eines G7-Treffens in Hiroshima: „Atomwaffen und andere Massenvernichtungswaffen vervielfachen die Gefahr und bieten nur eine Illusion des Friedens.“

Für alle Kriege gibt es nur eine Lösung: Stopp der Waffenlieferungen, Waffenstillstand, Verhandlungen. Wir fordern die Bundesregierung auf, endlich ihrer Verpflichtung nachzukommen, diplomatische Initiativen für Verhandlungen zu ergreifen, die Unterstützung dieser Kriege durch Waffenlieferungen zu beenden und die Stationierung von Erstschlagraketen in unserem Land zu stoppen.

Friedensfähigkeit muss unser Ziel sein.