Unter diesem Motto findet eine Veranstaltung an der Universität zu Köln statt.
Flyer Gaza – med. Hilfe, 23.7.26
Datum: Donnerstag, 23. Juli um 19.00 Uhr
Ort: Hörsaal C im Hörsaalgebäude.
Link zum Lageplan des Hörsaals: https://maps.uni-koeln.de/?building=105
Referenten:
Anica Heinlein
Sie ist Vorstandsvorsitzende des entwicklungspolitischen und humanitären Verbands VENRO, in dem die humanitären NGOs in Deutschland zusammengeschlossen sind. Außerdem ist sie Leiterin des Berliner Büros von CARE. Sie hat einen Überblick, was deutsche NGOs derzeit noch leisten können.
Medico international wird einen Bericht geben, wie sie aktuell Hilfe in Palästina organisieren und welchen Schwierigkeiten sie dabei ausgesetzt sind.
Vertreter der Initiative „Re-move Kids“ aus Marburg werden von einem Kongress berichten, den sie im März durchgeführt haben. Dabei ging es schwerpunktmäßig darum, wie den vielen Kindern mit amputierten Gliedmaßen geholfen werden kann.
Prof. Abed Schokry, der enge Verbindungen nach Gaza hat, berichtet über die aktuelle Situation der Gesundheitsversorgung in Gaza.
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Die Gesundheitsversorgung in Gaza ist leider nicht mehr in unseren Schlagzeilen, obwohl sich die Situation sich eher noch weiter dramatisch verschlechtert. Ein Bericht der israelischen Menschenrechtsorganisation B’tselem zeigt auf, wie dramatisch die Lebensverhältnisse sind (: https://www.instagram.com/p/DYT-j0fAClr/):
„Bei Temperaturen, die diese Woche bereits 34 °C erreichten, sind die Bewohner des Gazastreifens extremer Hitze ausgesetzt, ohne regelmäßigen Zugang zu Wasser zu haben. In über zweieinhalb Jahren genozidaler Angriffe hat das israelische Militär mehr als 84 % der Wasser- und Sanitärinfrastruktur des Gazastreifens systematisch zerstört, was zum völligen Zusammenbruch der grundlegenden Lebensgrundlagen geführt hat. (…)
Die tödliche Kombination aus Hitze, Verschmutzung und fehlenden grundlegenden Hygienebedingungen führt zur Ausbreitung schwerer Haut- und Darmerkrankungen. Die wenigen verbliebenen Wasserquellen werden bei hohen Temperaturen schneller verunreinigt, was zu Dehydrierung und akutem Durchfall führt, insbesondere bei Kindern. Experten schätzen, dass die kombinierten Schäden an der Infrastruktur bereits im ersten Jahr des Angriffs zu Tausenden von indirekten Todesfällen geführt haben. (…)“
Angesichts dieser Situation verschlimmert der Lizenz-Entzug für UNRWA und 37 humanitäre NGOs die Situation noch weiter. Es fehlt an Wasser; die hygienischen Verhältnisse sind katastrophal und eine Rattenplage wird immer dramatischer; inzwischen gibt es Berichte, dass den Menschen in den Zelten nachts in die Füße gebissen wird.
Zentrale Themen der Veranstaltung:
1. Wie kann humanitäre Hilfe besser nach Gaza kommen?
2. Wie kann Kindern bei einer Evakuierung nach Deutschland geholfen werden?


